Die Koronarangiographie ist eine invasive Untersuchung der Herzkranzgefäße. Sie ist kein routinemäßiges Screening für jede Person mit Risikofaktoren. Die Indikation richtet sich nach Beschwerden, bisherigen nichtinvasiven Untersuchungen, der Wahrscheinlichkeit einer relevanten koronaren Erkrankung und der therapeutischen Fragestellung.
Stellenwert der Koronarangiographie
Die ESC-Leitlinie 2024 zu chronischen Koronarsyndromen beschreibt eine risikobasierte Diagnostik. Nichtinvasive Tests gehen einer invasiven Untersuchung häufig voraus. Eine Koronarangiographie wird bei ausgewählten Patienten erwogen, etwa bei hoher Wahrscheinlichkeit relevanter Stenosen, anhaltenden Beschwerden trotz Therapie oder Hochrisikomerkmalen.
Unterlagen vor der Reise
Vorbefunde helfen dem deutschen Team zu beurteilen, ob eine invasive Koronarangiographie tatsächlich notwendig ist.
- Aktueller kardiologischer Bericht und Symptomverlauf
- EKG und Echokardiographie
- Belastungstest, Koronar-CT oder andere Bildgebung
- Frühere Koronarangiographien oder PCI-Berichte mit Bilddaten
- Medikamentenliste und wichtige Blutwerte
- Nierenfunktion und relevante Allergien
Diagnose und Behandlung sind getrennte Entscheidungen
Der Nachweis einer Verengung bedeutet nicht automatisch, dass ein Stent oder eine Bypass-Operation nötig ist. Bedeutung der Läsion, Beschwerden, Anatomie und erwarteter Nutzen einer Revaskularisation müssen im Gesamtkontext bewertet werden.
Fragen vor der Zustimmung
Klären Sie, ob der geplante Aufenthalt rein diagnostisch ist oder bei passender Indikation auch eine PCI umfassen kann.
- Sind vor der Koronarangiographie noch nichtinvasive Tests nötig?
- Kann bei entsprechender Indikation im selben Aufenthalt eine PCI erfolgen?
- Wie soll ich mit Medikamenten vor der Untersuchung umgehen?
- Wie lange sollte ich nach der Entlassung in Kliniknähe bleiben?
- Was umfasst der Kostenvoranschlag?
Quellen und redaktionelle Prüfung
Die Quellen dieses Ratgebers wurden zuletzt am 2026-08-29 geprüft.