Die präoperative Diagnostik steht an erster Stelle
Spezialisierte Zentren kombinieren mehrere Informationsquellen, um den Anfallsursprung und seine Nähe zu wichtigen Hirnfunktionen zu bestimmen. Ein MRT-Befund allein reicht dafür nicht aus.
- Langzeit-Video-EEG
- Hochauflösendes MRT
- Neuropsychologische Diagnostik
- PET oder SPECT in ausgewählten Fällen
- Funktionelle Kartierung
- Invasives EEG, wenn nichtinvasive Verfahren die Kernfrage nicht beantworten
Epilepsiechirurgie umfasst unterschiedliche Verfahren
Je nach Fokus, Hirnfunktion und Therapieziel können Resektion, selektive Verfahren, Thermotherapie, Diskonnektion oder Neuromodulation diskutiert werden. Kein Verfahren ist pauschal für alle Patienten geeignet.
Therapieziel und neurologisches Risiko müssen vorab geklärt sein
Bei manchen Patienten ist Anfallsfreiheit realistisch, bei anderen eine deutliche Reduktion besonders gefährlicher Anfälle. Nutzen und Risiken hängen stark vom individuellen epileptischen Netzwerk ab.
Akute Anfälle dürfen nicht auf eine Auslandsabklärung warten
Ein anhaltender Anfall, wiederholte Anfälle ohne vollständige Erholung, schwere Verletzung oder andere akute Verschlechterung erfordern lokale Notfallversorgung. Eine geplante internationale Zweitmeinung ersetzt diese nicht.
Offizielle Quellen
Quellen zuletzt geprüft am 2026-08-29. Klinische Behandlungspfade, Eignungskriterien und Klinikabläufe können sich ändern; bestätigen Sie aktuelle Anforderungen direkt mit dem behandelnden Zentrum.