Nicht jedes Meningeom braucht sofort eine Operation
Bei einem Zufallsbefund sollte zuerst geklärt werden, ob Größe, Wachstum und Symptome eine aktive Behandlung rechtfertigen. Verlaufs-MRT kann bei ausgewählten stabilen Tumoren Teil der Strategie sein.
Ältere MRT-Aufnahmen zeigen, ob der Tumor wächst
Lage, Größe, Ödem und Beziehung zu Hirngewebe, Hirnnerven und Gefäßen beeinflussen die Behandlungsentscheidung. Voraufnahmen sind für die Wachstumseinschätzung besonders wertvoll.
Bei der Operation zählt Funktionserhalt
Das sichere Ausmaß der Resektion hängt stark von der Nähe zu Hirnnerven, Gefäßen, Sehbahn, Hirnstamm und anderen funktionell wichtigen Strukturen ab. Vollständige Entfernung um jeden Preis ist nicht automatisch das richtige Ziel.
Bestrahlung kann in ausgewählten Fällen ergänzen oder ersetzen
Stereotaktische Bestrahlung oder Radiochirurgie können bei bestimmten Resttumoren, Rezidiven oder hohem Operationsrisiko erwogen werden. Die Entscheidung hängt von Tumorlage, Histologie und Vorbehandlung ab.
Offizielle Quellen
Quellen zuletzt geprüft am 2026-08-31. Klinische Behandlungspfade, Eignungskriterien und Klinikabläufe können sich ändern; bestätigen Sie aktuelle Anforderungen direkt mit dem behandelnden Zentrum.