RFA und MWA nutzen Wärme, aber unterschiedliche Technik
Freiburg beschreibt beide Verfahren als perkutane CT-gesteuerte Thermoablation. RFA erzeugt Wärme über eine Elektrode und elektrischen Strom; MWA über eine Mikrowellenantenne.
Größe, Lage und Durchblutung entscheiden mit
Eine vollständige Ablationszone mit Sicherheitsrand ist entscheidend. Größere Tumoren, hohe Durchblutung oder die Nähe zu empfindlichen Strukturen können die Erfolgsaussicht verändern.
- Anzahl und maximaler Durchmesser der Herde
- Nähe zu großen Gefäßen
- Nähe zu Gallenwegen, Gallenblase, Darm oder Zwerchfell
- Erreichbarer Ablationsrand
- Leberfunktion
- Erkrankung außerhalb der Leber
- Vorbehandlungen wie Operation, TACE, SIRT oder Bestrahlung
Die Entscheidung gehört ins Tumorboard
Freiburg und Charité ordnen Ablation in interdisziplinäre Leber- und Metastasenprogramme ein. Entscheidend ist nicht nur technische Machbarkeit, sondern ob Ablation im Gesamtkonzept sinnvoll ist.
Die Behandlung erfolgt häufig perkutan und bildgesteuert
Je nach Herd können CT, Ultraschall oder kombinierte Bildführung eingesetzt werden. Lokalanästhesie, Analgesie, Sedierung oder Narkose richten sich nach dem geplanten Eingriff.
Ablation kann Teil einer kombinierten Strategie sein
Bei komplexen Leberfällen kann Ablation mit Operation, Systemtherapie oder transarteriellen Verfahren wie TACE kombiniert oder zeitlich abgestimmt werden.
Risiken hängen stark von der Lage ab
Mögliche Komplikationen sind Schmerzen, Blutung, Infektion, Leberschädigung und thermische Verletzung benachbarter Strukturen. Bei unvollständiger Ablation kann eine Wiederholungsbehandlung nötig werden.
Nachsorgebildgebung prüft die Ablationszone
Kontrastmittel-CT oder MRT dient zur Beurteilung von Resttumor und späteren Rezidiven. Internationale Patienten sollten vorab klären, wer die Nachsorgebilder beurteilt und wie eine Wiederholungsbehandlung organisiert würde.
Offizielle Quellen
Quellen zuletzt geprüft 2026-09-07.