EVAR und TEVAR betreffen unterschiedliche Aortenabschnitte
TEVAR bezeichnet die thorakale endovaskuläre Aortenreparatur, EVAR meist die endovaskuläre Behandlung abdominaler Aortenerkrankungen. Bei ungeeigneter Anatomie oder bestimmten Grunderkrankungen kann weiterhin eine offene Operation die bessere Strategie sein.
CT-Angiographie ist zentral für die Planung
Endovaskuläre Reparatur erfordert präzise Messungen von Aorta und Zugangsgefäßen. Für eine belastbare Zweitmeinung sind deshalb häufig die Originalbilder wichtiger als nur der schriftliche Befund.
- Aktuelle CT-Angiographie im DICOM-Format, wenn angefordert
- Aneurysmadurchmesser und exakter Aortenabschnitt
- Beziehung zu Nieren-, Viszeral- oder Aortenbogenästen
- Frühere Aortenoperationen oder Stentgrafts
- Nierenfunktion und Kontrastmittelrisiko
- Bindegewebserkrankung oder genetische Aortopathie
Offene Chirurgie kann sicherer oder dauerhafter sein
Komplexe Anatomie, ungeeignete Landungszonen, Infektion, bestimmte Bindegewebserkrankungen oder andere technische Faktoren können eine offene Reparatur sinnvoller machen. Die Frage ist daher nicht nur, ob ein Stent eingesetzt werden kann, sondern welche Strategie kurz- und langfristig den besten Nutzen-Risiko-Ausgleich bietet.
Komplexe Aneurysmen können fortgeschrittene Techniken erfordern
Fenestrierte oder verzweigte Stentgrafts können bei ausgewählten thorakoabdominellen oder postdissektionellen Aneurysmen eingesetzt werden. Solche Eingriffe erfordern detaillierte Planung, weil wichtige Seitenäste erhalten werden müssen.
Bildgebende Nachsorge gehört zur Behandlung
Nach EVAR oder TEVAR sind Verlaufskontrollen nötig, um Stentgraftlage, Aneurysmasack, Endoleaks und andere Spätkomplikationen zu überwachen. Internationale Patienten sollten den Nachsorgeplan vor der Rückreise klären.
Offizielle Quellen
Quellen zuletzt geprüft am 2026-08-29. Eignung, Device-Auswahl und Abläufe können sich ändern; bestätigen Sie den aktuellen Plan direkt mit dem behandelnden Gefäßteam.