DCM beschreibt Ventrikeldilatation mit eingeschränkter systolischer Funktion, die nicht ausreichend durch koronare Erkrankung oder andere offensichtliche Ursachen erklärt wird. Entscheidend ist die Suche nach Ursache, genetischen und familiären Implikationen, Narben/Entzündung, Rhythmusstörungen und reversiblen Faktoren.
DCM bestätigen und Ursache untersuchen
Die Diagnostik sollte genetische, entzündliche, toxische, tachykardiebedingte, metabolische und ischämische Ursachen voneinander abgrenzen.
- Echokardiographie
- EKG und Langzeitmonitoring
- Herz-MRT
- Koronardiagnostik wenn erforderlich
- Labor für reversible/systemische Ursachen
- Genetische Beratung/Testung
Herzinsuffizienztherapie ist zentral, aber Ursache bleibt wichtig
Die Behandlung folgt einer evidenzbasierten Herzinsuffizienzstrategie, sollte aber zugleich einen identifizierten Auslöser oder spezifische Ursache adressieren.
Arrhythmie- und ICD/CRT-Risiko separat bewerten
ICD/CRT-Entscheidungen hängen von Herzfunktion, Leitungsstörung, Narbe, Genotyp, Symptomen und Therapieansprechen ab und nicht nur vom DCM-Label.
Sekundäre Klappeninsuffizienz im Kontext beurteilen
Funktionelle Mitral- oder Trikuspidalinsuffizienz kann Folge des Remodelings sein. Eine Klappenintervention ist nicht automatisch der erste Schritt.
Fortgeschrittene DCM kann Advanced-HF-Abklärung benötigen
Bei schwerer Symptomatik trotz geeigneter Therapie kann eine Bewertung für mechanische Kreislaufunterstützung oder Transplantationsabklärung erforderlich werden; dies ist individuell und nicht automatisch.
Quellen und Prüfung
Quellen zuletzt geprüft 2026-09-11.