HCM ist eine Herzmuskelerkrankung mit nicht anderweitig erklärter Verdickung des Myokards. Einige Patienten haben eine Ausflussbahnobstruktion (HOCM), andere nicht. Die Therapie hängt von Phänotyp, Ursache, Beschwerden, Obstruktion, Rhythmus- und Risikoprofil ab.
HCM bestätigen und andere Ursachen der Verdickung ausschließen
Echokardiographie allein reicht nicht immer. Ein Spezialzentrum kann MRT, Rhythmusdiagnostik, Familienanamnese und genetische Abklärung einbeziehen.
- Echokardiographie mit Wanddicke und Gradient
- Herz-MRT
- 12-Kanal- und Langzeit-EKG
- Belastungs- oder Provokationstest
- Familienanamnese und Genetik
Obstruktive und nicht-obstruktive HCM sind unterschiedliche Wege
Beschwerden können durch Obstruktion, diastolische Dysfunktion, Ischämie, Vorhofflimmern oder fortschreitende Herzinsuffizienz entstehen. Die Behandlung richtet sich nach dem dominierenden Mechanismus.
Septumreduktion nur für ausgewählte obstruktive HCM
Bei relevanter Obstruktion und fortbestehenden Beschwerden trotz geeigneter Therapie können Myektomie oder Alkoholseptumablation/TASH in erfahrenen Zentren geprüft werden.
Rhythmus- und ICD-Entscheidungen separat beurteilen
Vorhofflimmern, Schlaganfallprävention und Risiko für plötzlichen Herztod benötigen jeweils eigene Bewertung anhand von Klinik, Bildgebung und Rhythmusdaten.
Familienabklärung gehört zur HCM-Versorgung
Da HCM häufig erblich ist, sollte geklärt werden, wie genetische Beratung und Screening von Angehörigen mit der Versorgung im Heimatland koordiniert werden können.
Quellen und Prüfung
Quellen zuletzt geprüft 2026-09-11.