Viele gut differenzierte neuroendokrine Tumoren exprimieren Somatostatinrezeptoren. Deutsche universitäre Nuklearmedizin nutzt Ga-68-markierte Somatostatinanaloga wie DOTATOC oder DOTA-i-TATE, um diese Rezeptorexpression per PET/CT sichtbar zu machen.
Die Untersuchung beantwortet eine Rezeptorfrage
Somatostatinrezeptor-PET/CT unterscheidet sich von FDG PET/CT. Sie zeigt, ob Tumorherde ausreichend Somatostatinrezeptoren exprimieren, und kann Staging, Therapieplanung und theranostische Entscheidungen unterstützen.
Warum sie vor PRRT wichtig ist
Heidelberg beschreibt ausreichende Aufnahme in der Rezeptorbildgebung als Voraussetzung für PRRT. Ein receptor-positiver Scan allein entscheidet jedoch nicht über die Therapie; Tumorursprung, Grad, Ausbreitung, Vorbehandlung und Organfunktion sind ebenfalls relevant.
Unterlagen für die Beurteilung
Das Nuklearmedizin-Team benötigt den kompletten NET-Kontext.
- Pathologie mit Tumorgrad
- Primärtumor und aktuelles Stadium
- Vorherige CT, MRT und PET/CT
- Operations- und Medikamentenverlauf
- Aktuelle Somatostatinanaloga mit letzter Dosis
- Nieren-, Leber- und Blutwerte
- Konkrete Frage: Staging, Verlauf oder PRRT-Eignung
Medikamenten-Timing kann relevant sein
Somatostatinanaloga können die Terminplanung beeinflussen. Senden Sie Produkt, Dosis und Datum der letzten Gabe und ändern Sie die Medikation nicht ohne Anweisung des Zentrums.
Originalbilder und Anschlussplan anfordern
Bitten Sie um Bericht und DICOM-Daten und klären Sie, ob die Untersuchung Teil einer interdisziplinären NET-Bewertung ist.
Offizielle Quellen
Indikationen und Vorbereitungsvorgaben können sich ändern. Bestätigen Sie die aktuellen Anweisungen vor der Reise direkt mit dem Bildgebungszentrum. 2026-08-30.