HIPEC ist nur ein Teil eines großen Operationskonzepts
Bei CRS + HIPEC steht die möglichst vollständige Entfernung sichtbarer Tumormanifestationen im Vordergrund. Je nach Befall können Darmabschnitte oder andere Strukturen mitreseziert werden; die erwärmte intraperitoneale Chemotherapie folgt erst im geeigneten Operationsverlauf.
Die Patientenauswahl ist entscheidend
Nicht jeder Patient mit Peritonealmetastasen ist für CRS + HIPEC geeignet.
- Art und Histologie des Primärtumors
- Ausmaß der peritonealen Erkrankung
- Metastasen außerhalb des Bauchraums
- Voraussichtliche Möglichkeit einer vollständigen Zytoreduktion
- Frühere Bauchoperationen
- Bisherige systemische Therapie
- Herz-, Lungen- und allgemeiner Funktionsstatus
Tumorboard-Prüfung vor der Reise
Für eine belastbare Beurteilung benötigt das Zentrum Pathologie, Operationsberichte, bisherige Systemtherapie sowie aktuelle Bildgebung möglichst inklusive Originaldaten. Komplexe Fälle sollten vor einer Reise interdisziplinär besprochen werden.
Die endgültige Operabilität kann sich erst intraoperativ zeigen
Bildgebung kann das tatsächliche Ausmaß der peritonealen Erkrankung unterschätzen. Wenn während Laparoskopie oder Laparotomie keine sinnvolle und sichere Zytoreduktion erreichbar erscheint, kann das geplante CRS/HIPEC-Konzept geändert oder beendet werden.
Erholung und Nachsorge mitplanen
CRS + HIPEC kann eine große Bauchoperation mit längerem stationärem Verlauf sein. Internationale Patienten sollten Aufenthaltsdauer, Komplikationsmanagement, Pathologie, weitere Onkologieplanung und die sichere Nachsorge im Heimatland vorab klären.
Offizielle Quellen
Quellen zuletzt geprüft 2026-08-29.