1. Die Klassifikation kommt vor der Therapie
Die Charité beschreibt ihre Spezialambulanz als Anlaufstelle für alle Formen pulmonaler Hypertonie und pulmonaler Gefäßerkrankungen. Eine Zweitmeinung sollte klären, welche Gruppe vermutet wird, welche Grunderkrankung zugrunde liegt und ob eine invasive hämodynamische Bestätigung erforderlich ist.
2. Echokardiografie ist wichtig, aber nicht die gesamte Diagnostik
Eine Echokardiografie kann den Verdacht auf pulmonale Hypertonie begründen und Auswirkungen auf das rechte Herz zeigen. Je nach Fall können zusätzlich Lungenfunktion, Belastungstests, Bildgebung, Laboruntersuchungen und eine Rechtsherzkatheteruntersuchung erforderlich sein.
3. Sehr unterschiedliche Erkrankungen können pulmonale Hypertonie verursachen
Mögliche Ursachen reichen von pulmonal-arterieller Hypertonie über chronische Lungenerkrankungen und Linksherzerkrankungen bis zur chronisch thromboembolischen pulmonalen Hypertonie und seltenen Formen. Eine für eine Gruppe geeignete Therapie kann bei einer anderen ungeeignet sein.
4. Unterlagen zu Schweregrad und Verlauf vorbereiten
Für die spezialisierte Beurteilung sind Befunde hilfreich, die Symptome, Rechtsherzfunktion, Verlauf und wahrscheinliche Ursache zeigen.
- Echokardiografie-Befunde und Bilder, falls verfügbar
- Bericht einer bereits erfolgten Rechtsherzkatheteruntersuchung
- CT-Pulmonalisangiografie oder V/Q-Szintigrafie, falls relevant
- Lungenfunktion und Sauerstoffbedarf
- 6-Minuten-Gehtest oder Spiroergometrie
- Aktuelle Medikamente gegen pulmonale Hypertonie sowie Herz- und Lungenerkrankungen
5. Bei ausgewählten Patienten sind interventionelle oder operative Wege möglich
Die Charité beschreibt medikamentöse, interventionelle und bei medizinischer Indikation auch operative Behandlungspfade. Welcher Weg geeignet ist, hängt von der genauen Form der pulmonalen Hypertonie ab und sollte in einem spezialisierten Zentrum entschieden werden.
Offizielle und primäre Quellen
Quellen zuletzt geprüft 2026-09-21.