Beschwerden allein bestimmen das Verfahren nicht
Symptome des unteren Harntrakts können mehrere Ursachen haben. Vor einer Operation sollte bestätigt werden, dass eine relevante Prostataobstruktion vorliegt und ob Medikamente, ein anderes minimalinvasives Verfahren oder eine Operation am sinnvollsten sind.
Wie HoLEP funktioniert
Bei HoLEP wird das obstruierende Adenomgewebe mit einem Holmiumlaser über die Harnröhre ausgeschält, ohne äußeren Hautschnitt. Das entfernte Gewebe kann anschließend histologisch untersucht werden.
Funktionelle Folgen gehören in die Aufklärung
Vor dem Eingriff sollten Katheterdauer, erwarteter Krankenhausaufenthalt, Blutungsrisiko, vorübergehende Reizsymptome, Kontinenz und besonders die häufige retrograde Ejakulation besprochen werden.
Unterlagen für eine Fernbeurteilung
Objektive Informationen zur Harnfunktion verbessern die Einschätzung.
- Symptomverlauf und bisherige Medikamente
- Prostatavolumen aus Ultraschall oder MRT, falls vorhanden
- PSA und relevante Laborwerte
- Harnfluss und Restharnmessung, falls durchgeführt
- Harnverhalt, Infektionen oder Blasensteine in der Vorgeschichte
- Frühere Prostataeingriffe und Antikoagulanzien
Nachsorge und Rückreise
Klären Sie, wann der Katheter entfernt wird, welche Blutbeimengung oder Beschwerden noch normal sein können, welche Warnzeichen sofortige lokale Abklärung erfordern und wann die erste urologische Kontrolle nach Rückkehr stattfinden soll.
Offizielle Quellen
Quellen zuletzt geprüft am 2026-08-29. Indikationen, Operationsverfahren und Klinikabläufe können sich ändern; bestätigen Sie aktuelle Anforderungen direkt mit dem behandelnden Urologieteam.