Onkologie → SIRT / Y-90-Radioembolisation

Lebergerichtete Radionuklidtherapie

SIRT / Y-90-Radioembolisation in Deutschland bei Lebertumoren

Quellenbasierter Leitfaden zur selektiven internen Radiotherapie (SIRT/TARE) in Deutschland bei ausgewählten primären Lebertumoren und Lebermetastasen.

Erstellt von: Treat in Germany Editorial TeamQuellen geprüft: 2026-09-07Unabhängige ärztliche Prüfung: derzeit nicht ausgewiesen
Kurzantwort: Die selektive interne Radiotherapie (SIRT), auch transarterielle Radioembolisation (TARE), bringt radioaktive Mikrosphären über die Leberarterien in ausgewählte Tumorareale. Sie kommt bei bestimmten primären Lebertumoren und Lebermetastasen infrage. Entscheidend sind Tumorart und -verteilung, Leberfunktion, Gefäßanatomie, Erkrankung außerhalb der Leber, Vorbehandlungen, Allgemeinzustand und die interdisziplinäre Beurteilung.

SIRT ist eine lebergerichtete Therapie

Charité beschreibt SIRT für bösartige Erkrankungen in der Leber, darunter primäre Lebertumoren und Lebermetastasen. Yttrium-90-beladene Mikrosphären werden kathetergestützt in tumorversorgende Leberarterien eingebracht.

Vor der Therapie steht ein Mapping

Die Behandlung beginnt nicht direkt mit der therapeutischen Aktivität.

  • Prüfung von Diagnose, Vorbehandlungen und aktueller CT/MRT
  • Leber- und Nierenwerte
  • Angiographie der Leberarterien
  • Falls nötig Verschluss ausgewählter Gefäßäste
  • 99mTc-MAA-Testinjektion
  • SPECT/CT zur Verteilungs- und Shunt-Beurteilung
  • Patientenspezifische Dosimetrie

Die Indikation gehört ins Tumorboard

Die EANM-Leitlinie empfiehlt die Entscheidung zur Radioembolisation im multidisziplinären Tumorboard und im Kontext der aktuellen krankheitsspezifischen Leitlinien.

Manchmal sind mehrere Sitzungen nötig

Je nach Tumorverteilung kann segmental, einseitig oder in getrennten Sitzungen behandelt werden. Charité weist darauf hin, dass beide Leberlappen in Einzelfällen nacheinander behandelt werden.

Nachsorge und Strahlenschutz mitplanen

Radionuklidtherapie unterliegt deutschen Strahlenschutzregeln. Internationale Patienten sollten stationäre Dauer, Entlassungsregeln, Laborkontrollen und spätere CT/MRT-Nachsorge vorab klären.

Risiken betreffen Katheter und Strahlung

Mögliche Beschwerden sind Müdigkeit, Oberbauchschmerzen, Übelkeit oder Fieber. Zusätzlich bestehen Risiken wie Blutung oder Gefäßverletzung sowie seltene Schäden durch Fehlverteilung der Mikrosphären an Magen, Darm, Lunge oder gesundem Lebergewebe.

Offizielle Quellen

Quellen zuletzt geprüft 2026-09-07.

Medizinischer Hinweis: Allgemeine medizinische Information; keine individuelle Diagnose oder Therapieempfehlung. SIRT/TARE ist eine spezialisierte lebergerichtete Radionuklidtherapie und erfordert interdisziplinäre Auswahl, angiographisches Mapping und individuelle Planung.
Verifizierte Zentren

Deutsche Zentren mit dokumentiertem Behandlungsangebot

Dies ist kein Ranking und keine bezahlte Empfehlung. Die Zentren werden aufgenommen, weil offizielle Klinikquellen die jeweilige Behandlung oder das spezialisierte Programm dokumentieren. Die Eignung eines einzelnen Patienten muss medizinisch geprüft werden.

University Medical Center Freiburg – Nuclear Medicine / SIRT

Freiburg · Die offizielle Klinikquelle dokumentiert dieses Behandlungsangebot oder ein entsprechendes Spezialprogramm.

Heidelberg University Hospital – Interventional Radiology / SIRT

Heidelberg · Die offizielle Klinikquelle dokumentiert dieses Behandlungsangebot oder ein entsprechendes Spezialprogramm.

Alle verifizierten Zentren → · Klinikverzeichnis → · Kostenratgeber →

Weiter recherchieren

Verwandte Behandlungsratgeber

Diese Ratgeber helfen, benachbarte Diagnose- und Behandlungswege zu vergleichen, bevor ein Zentrum kontaktiert wird.

Fall vorbereiten

Bereiten Sie die Klinikprüfung vor, bevor Sie die Reise planen

Beginnen Sie mit dem Fachprogramm, das zur medizinischen Fragestellung passt. Bereiten Sie danach vollständige Unterlagen vor, senden Sie eine kurze Behandlungsanfrage und klären Sie die Bestandteile des Klinik-Kostenvoranschlags. Die Reise kommt später.

Datenschutz: Das Formular nimmt Kontaktdaten und eine kurze Gesundheitszusammenfassung auf, aber keine Dokument-Uploads. Senden Sie beim ersten Kontakt keine Passdaten, Bilder, Pathologie oder vollständigen Krankenakten; der Koordinator erklärt danach einen geeigneten sicheren Übermittlungsweg.
Behandlungsanfrage senden